Focaccia alla Ligure: Das traditionelle Brot aus Ligurien

Focaccia Ligure am Backblech quadratisch mit Rosmarin garniert

Die Focaccia alla Ligure, auch als Fügassa im ligurischen Dialekt bekannt, ist eine der beliebtesten Brotvariationen und sogar Spezialitäten Italiens. Diese köstliche, goldbraun gebackene Spezialität stammt aus der Region Ligurien, insbesondere aus Genua, und zeichnet sich durch ihre knusprige Kruste, eine weiche, luftige Krume und den unverwechselbaren Geschmack von Olivenöl und Meersalz aus.

Lass uns die Focaccia Ligure noch etwas genauer unter die Lupe nehmen, bevor wir zum Rezept kommen!

Die original Focaccia Genovese - fluffig weich und mit viel Olivenöl und Meersalz
Die original Focaccia Genovese – fluffig weich und mit viel Olivenöl und Meersalz.

Die Geschichte der Focaccia alla Ligure

Ligurien ist weltweit berühmt für seine Focaccia, die zu den großen Klassikern der italienischen Küche zählt. Die Ursprünge dieser Spezialität reichen weit in die Antike zurück: Schon die Römer backten flache Brotfladen, die als Vorläufer der heutigen Focaccia gelten. Im Mittelalter wurde Focaccia in Ligurien fester Bestandteil der regionalen Küche, insbesondere in Genua, wo sie als typisches Frühstück oder Snack diente. Aufgrund ihrer Beliebtheit fand sie bald den Weg über die Landesgrenzen hinaus und wurde zu einem international geschätzten Klassiker.

Sind Focaccia alla Ligure und Focaccia Genovese dasselbe?

Focaccia Genovese

Obwohl die Begriffe Focaccia alla Ligure und Focaccia Genovese oft synonym verwendet werden, gibt es eine feine Unterscheidung. Focaccia Genovese (Fügassa) ist die berühmteste Variante und stammt direkt aus Genua. Sie ist dünn, etwa 2 cm hoch, mit einer goldbraunen, leicht knusprigen Kruste und weicher Krume. Ihre typischen Dellen auf der Oberfläche, in die eine Mischung aus Olivenöl, Meersalz und Wasser eingearbeitet wird, sorgen für ihre saftige Konsistenz und unverwechselbaren Geschmack.

Focaccia alla Ligure

Der übergeordnete Begriff Focaccia alla Ligure beschreibt hingegen verschiedene Focaccia-Varianten, die in Ligurien verbreitet sind. Dazu gehören unter anderem Varianten mit Rosmarin, Oliven, Zwiebeln oder sogar Käsefüllungen wie die berühmte Focaccia di Recco, die aus hauchdünnem Teig ohne Hefe und einer cremigen Stracchino-Käsefüllung besteht.

Die Focaccia Ligure mit typisch grobkörnigen Meersalz, frischem Rosmarin und nativem Olivenöl extra als Topping.

Woher stammt die Focaccia alla Ligure?

Ligurien ist weltweit berühmt für seine Focaccia, die zu den großen Klassikern der italienischen Küche zählt. Die Ursprünge dieser Spezialität reichen weit in die Antike zurück: Schon die Römer backten flache Brotfladen, die als Vorläufer der heutigen Focaccia gelten. Im Mittelalter wurde Focaccia in Ligurien fester Bestandteil der regionalen Küche, insbesondere in Genua, wo sie als typisches Frühstück oder Snack diente. Aufgrund ihrer Beliebtheit fand sie bald den Weg über die Landesgrenzen hinaus und wurde zu einem international geschätzten Klassiker. Heute wird Focaccia alla Ligure nicht nur in Italien, sondern weltweit in Bäckereien und Restaurants angeboten.

Die klassische Focaccia alla Ligure, auch als Fügassa im ligurischen Dialekt bekannt, ist mittlerweile die berühmteste Focaccia in und außerhalb Italiens. Diese köstliche, goldbraun gebackene Spezialität garantiert mediterranes Dolce Vita Flair und echten italienischen Wohlfühlgenuss!

Focaccia alla Ligure – das Rezept

Nun also zum Rezept der original Focaccia Ligure. Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren der verschiedenen Focaccia-Versionen!

Focaccia alla Ligure Rezept für 1 großes Blech

Rezept von MatthiasKüche: ItalienischSchwierigkeit: Einfach
Portionen

5

Portionen
Zubereitungszeit

40

Minuten

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl (Tipo 00 oder Tipo 0)

  • 325 ml lauwarmes Wasser

  • 10 g Salz

  • 10 g Zucker

  • 7 g Trockenhefe (oder 20 g frische Hefe)

  • 40 ml extra natives Olivenöl

  • Grobes Meersalz nach Geschmack

  • 1 EL Olivenöl für die Oberfläche

  • 60 ml Wasser für die Salzlake

Anweisung

  • Hefeteig vorbereiten:
  • Mehl in eine große Schüssel sieben und mit Zucker und Hefe vermischen.
  • Lauwarmes Wasser langsam einrühren und für 5 Minuten kneten.
  • Salz hinzufügen und weitere 5 Minuten kneten, bis ein glatter Teig entsteht.
  • Zum Schluss das Olivenöl einarbeiten und den Teig für ca. 2 Stunden abgedeckt gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  • Focaccia formen:
  • Den Teig auf eine gut geölte Backform legen und vorsichtig mit den Fingern flachdrücken, bis er die gesamte Form bedeckt.
  • Mit einem Tuch abdecken und weitere 30–60 Minuten gehen lassen.
  • Salzlake und Dellen erzeugen:
  • In einer kleinen Schüssel 60 ml Wasser mit 1 EL Olivenöl und einer Prise grobem Meersalz verrühren.
  • Mit den Fingerspitzen viele kleine Dellen in die Focaccia drücken und die Salzlake gleichmäßig darüber verteilen.
  • Backen:
  • Den Backofen auf 220 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  • Die Focaccia für 20–25 Minuten backen, bis sie goldbraun ist.
  • Servieren:
  • Nach dem Backen sofort mit etwas Olivenöl beträufeln und leicht abkühlen lassen.
  • Am besten lauwarm genießen!

      Mein Serviertipp mit Weinbegleitung

      Die Focaccia alla Ligure passt perfekt zu einem leichten, frischen Weißwein wie einem Vermentino di Liguria oder einem trockenen Pigato. Wer es lieber spritzig mag, kann sie mit einem Glas Prosecco oder einem italienischen Aperitif wie Aperol Spritz genießen.

      Garniere diese Focaccia gern mit einem Prosciutto di Parma oder einem Prociutto San Daniele. Auch ein leckerer Südtiroler Schinkenspeck passt hauchdünn geschnitten ideal dazu!

      Wenn du diese Focaccia mit Dips oder Soßen kombinieren möchtest, dann kannst du natürlich auch eine sizilianische Caponata oder ein Battuto di Olive dazu kombinieren.

      Variationsmöglichkeiten der Focaccia Ligure

      Focaccia mit Rosmarin

      Eine klassische Abwandlung der ligurischen Focaccia ist die Version mit frischem Rosmarin. Dazu einfach einige Nadeln vor dem Backen auf der Oberfläche verteilen. Der Duft von Rosmarin verbindet sich beim Backen wunderbar mit dem Olivenöl.

      Focaccia mit Oliven

      Für eine herzhafte Variante kann man schwarze oder grüne Oliven in den Teig drücken, bevor die Focaccia in den Ofen kommt. Dies verleiht ihr ein zusätzliches mediterranes Aroma.

      Focaccia mit Zwiebeln

      Eine weitere traditionelle Variante ist die Focaccia mit dünnen Zwiebelringen. Die Zwiebeln werden vor dem Backen auf der Oberfläche verteilt und sorgen für eine leichte Süße und eine schöne goldene Kruste.

      Gefüllte Focaccia (Focaccia di Recco)

      Diese besondere ligurische Spezialität wird mit Crescenza-Käse oder Stracchino gefüllt. Statt nur einen Teigfladen zu verwenden, wird der Teig in zwei dünne Schichten geteilt und dazwischen mit Käse gefüllt, bevor die Focaccia gebacken wird.

      Facaccia Genovese kross gebacken.
      Focaccia Genovese kross gebacken.

      Häufig gestellte Fragen zur Focaccia Genovese bzw. Focaccia alla Ligure

      Was ist der Unterschied zwischen Focaccia und Pizza?

      Focaccia ist dicker und luftiger als Pizza, enthält mehr Olivenöl und wird oft ohne Tomatensauce oder Käse gebacken. Sie hat eine weichere Krume und eine knusprige Kruste durch die Salzlake.

      Kann ich die Focaccia am nächsten Tag noch essen?

      Ja, du kannst Focaccia noch am nächsten Tag essen! Am besten kurz im Ofen oder auf dem Toaster erwärmen, damit sie wieder knusprig wird. Alternativ kann sie auch kalt als Beilage zu Käse und Antipasti serviert werden.

      Wie lange kann man Focaccia aufbewahren?

      Focaccia bleibt bei Raumtemperatur in einem luftdichten Behälter 1–2 Tage frisch. Alternativ kann sie eingefroren und bei Bedarf aufgetaut und im Ofen erwärmt werden.

      Kann ich Focaccia mit Vollkornmehl backen?

      Ja, allerdings wird sie dadurch dichter. Am besten eine Mischung aus Weißmehl (Tipo 00) und Vollkornmehl (z. B. 70:30 Verhältnis) verwenden, um eine gute Balance zwischen Lockerheit und Nährstoffgehalt zu erzielen.

      Mit diesem Rezept holst du dir ein Stück Ligurien nach Hause, also los geht’s und nachmachen!

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      Autor

      • Chefkoch Matteo

        Matthias (ital. Matteo) ist echter Italiener und ein erfahrener und professioneller Copywriter, Food-Reporter und langjähriger italienischer Foodscout mit nachweislicher Expertise in italienischen Spezialitäten, der traditionellen sowie modernen italienischen Küche und Kulinarik. Sein Fachwissen basiert auf über 12 Jahren praktischer Erfahrung, umfangreichen Recherchen und tiefgehenden Einblicken in die italienische Esskultur. Er hat zahlreiche Fachartikel in Onlinemedien veröffentlicht, Restaurants getestet und eng mit renommierten italienischen Köchen, Winzern und Lebensmittel-Produzenten zusammengearbeitet. Als leidenschaftlicher Koch mit direkter Erfahrung in der Cucina Italiana versteht er es meisterhaft, authentische Gerichte mit perfekt abgestimmten Weinen zu kombinieren. Sein fundiertes Wissen über italienische Zutaten, regionale Unterschiede und kulinarische Traditionen macht ihn zu einer verlässlichen Quelle für echte italienische Genusserlebnisse. Seine Expertise wurde in bekannten Onlineportalen veröffentlicht, und er wird regelmäßig als Experte für italienische Kulinarik zu Rate gezogen. Seine fundierten Recherchen und authentischen Erfahrungen garantieren Inhalte von höchster Qualität und Vertrauenswürdigkeit.

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